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S.Y.P.H.
Hallo, ihr DJs da draußen! Ihr kennt dieses Stück nicht,
aber ihr solltet es kennen. Es besteht lediglich aus den Zeilen
Auf der Hütte gibts n Dach/Auf dem Dach, da
sind zwei Dächer/ Und ne Frau mit Fächer. Ping
Pong und die weiße Frau heißt es, und - um
ein Stichwort aus dem Titel aufzugreifen - der Track hat tatsächlich
die entspannende und manchmal auch gleichzeitig elektrisierende
Wirkung eines längeren Ballwechsels beim Tischtennis:
Man kann psychedelischer Slow Funk dazu sagen, und es erinnert
ein bisschen an Can. Wer mal wieder seine Stammgäste
oder auch die Konkurrenz überraschen will, besorge sich diese
Platte Ping Pong und die weiße Frau ist
enthalten auf der LP/CD Rot, Geld, Blau, die
1993 bei Buback erschien. Die Platte entstand innerhalb von vier
Jahren. Es war, wenn man ein Live-Album und eine Doppel-EP mitrechnet,
das zehnte Album von S.Y.P.H. Und wichtiger noch: das letzte. 1993
erschien bei Buback darüber hinaus die Single Die
nette Marion. Der Name S.Y.P.H. steht
für eine Handvoll deutscher Pop-Klassiker, etwa Zurück
zum Beton oder Industriemädchen
(letzteres wurde in der Version der Fehlfarben etwas bekannter).
S.Y.P.H. war die Band von Harry Rag, der eigentlich Peter
Baatz heißt und sein Pseudonym einem Kinks-Song
entliehen hat. Derzeit tut sich bei Harry, Jahrgang 1959, musikalisch
zwar wenig, aber einige seiner Meilensteine kommen immer mal wieder
in neuen Ausgaben auf den Markt:
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So veröffentlichte 1999 Capt.
Trip Records die zweite und die vierte LP von S.Y.P.H. in
Japan auf CD (In diesem Land werden übrigens horrende Preise
für die beiden Singles gezahlt, die Harry mit einem Nebenprojekt
namens Boss & Beusi 1900 und 1981 veröffentlicht
hat). Kurz darauf erschien beim schleswig-holsteinischen Label Fünfundvierzig
die erste LP auf CD, wofür die Original-Acht-Spur-Bänder
neu gemischt wurden. Die Norddeutschen planen derzeit weitere Wiederveröffenlichungen
alter S.Y.P.H.-Platten (,,Harbeitslose" und ,,Der
Bauer im Parkdeck"), desgleichen Atatak in Düsseldorf
(,,S.Y.P.H. am Rhein"). Diese Reissues
dürften zwischen Spätherbst 2001 und Frühjahr 2002
in die Läden kommen. Vor einem Jahr erschien von einem
Musiker-Kollektiv um Aldo Ivancic die CD "Bast",
worauf Harry mit einem Stück vertreten ist (Text und Gesang).
Kontakt in letzterer Angelegenheit über Aldo.Ivancic@guest.arnes.si
Harry Rag lebt heute in Slowenien und produziert vor allem Filme,
oft in Zusammenarbeit mit seiner Frau Maja Weiss. Unter anderem
Ich sende aus den All (über Lee Perry, 1995),
Welcome Home (über die Sex Pistols in Slowenien,
1996) sowie Over The Air (über Damo Suzuki,
1999). Als Auftrags oder Coproduzenten fungieren WDR, SFB und TV
Slovenija. Durchaus einen Besuch wert ist http://come.to/harry.rag
- obwohl die Seite schon lange nicht mehr aktualisiert wurde.
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