MAIN CONCEPT ist
eine unbeirrbare Crew, und das im besten aller Sinne.
1990
noch mit englischen Texten und Beats aus einem Amiga 1000 in
München gegründet, platzierten
sich David Pe, Glammerlicious
und DJ Explizit mitten
in das seinerzeit noch kleine Beet namens HipHop aus/in D.
Bereits 1991 wurde in der hiesigen Landessprache gereimt und
eben jene Reime auf diverse Bühnen- erst in München
und Umland, dann bundesweit- getragen. 1993 das erste Lebenszeichen
on wax,, die 12“ „So
hat das Volk den Verstand verloren/Auf der Jagd“ gehört
zu der sehr kleinen Handvoll Platten mit deutschsprachigem
Rap, die das Fundament für das Genre hier legten. Diverse
Auftritte auf Jams und reguläre Konzerte schlossen die
Lücke
bis 1994 das Debüt Album „Coole Scheiße“ das
Licht der Plattenläden erblickte. Im gleichen Jahr wurde
unter dem Motto „Die Klasse
vom 94“ mit den Beginnern
und MC Rene durch Deutschland, Österreich und die Schweiz
getourt- eine Tournee die
legendär wurde und als „Die
Klasse von 95“, diesmal u.a. mit den Massiven Tönen,
Dem Tobi & das Bo und F.A.B. fortgesetzt wurde. 1996 dann
eine weitere 12“, „Generation X/58 GPR“ betitelt
und unermüdliches live spielen. Gerade
die außerordentlichen
Bühnen Qualitäten der drei Münchener – die
Präzision
von DJ Explizit und Glammerlicious kombiniert mit den Freestyle
Qualitäten von David Pe sorgen dafür, dass der Name
Main Concept im gesamten deutschsprachigen Raum mit größtem
Respekt genannt wird. 1998 wird das
zweite Album „Genesis,
Exodus, Main Concept“ veröffentlicht und erfreut
die Heads als souveräner State-ot-the-Art-Gegenentwurf
zu den, im Zuge des sich abzeichnenden ersten Deutsch Rap Booms,
zusammen gestoppelten Industrie Rappern. Passenderweise
wird zur Platte mit den Freunden aus dem Norden, den Beginnern,
auf ausgiebige „Bambule“ – Tour
gegangen. Im darauf folgenden 1999 geht David auf die von Main
Concept konzeptionierte „Future Freestyle Sessions“ – Konzert
Reise. An der Seite von Samy Deluxe und Raptile wird eine ganze
Tour lang jeden Abend ausschließlich gefreestyled- mit
Sicherheit eines der außergewöhnlichsten und legendärsten
Bühnen Ereignisse in BRD Rap History, dem mit dem weltweit
ersten Freestyle Album, „Plan 58“ betitelt, ein
würdiges
Denkmal gesetzt wird.
Diese verkürzte Geschichte, (auf die diversen Seitenaktivitäten,
wie Features, Remixe, die eigene Radio Show „Fresh
Inside“,
die Mit-Organisation von Münchens größter
HipHop Jam „Living Large“ oder das eigene Label
58 Beats wird hier nicht näher eingegangen), zeigt eindrucksvoll,
dass Main Concept ihren Weg gehen- ihren eigenen wohlgemerkt.
Immun gegen aktuelle Zwei-Tage-Trends, mit Humor und einer
Gelassenheit, die sich aus
einem über 13 jährigen
HipHop Aktivistentum speist. Sie
waren da und haben es gemacht.
2005 gibt
es ein neues Album von Main Concept und wenn gleich im ersten Titel“München 58“ die
Zeile „..Main
Concept representen fünf acht“ fällt, so überschreibt
es die ganze Platte. Beats, Cuts und Reime in einem sehr eigenen
Entwurf, entwickelt in jahrelanger Szene Zugehörigkeit.
Hier werden nicht nur souveränst Skills auf höchstem
Level gezeigt, sondern darüber hinaus auch eine- gerade
bei den jüngeren Kollegen im Spiel, nicht mehr existente
Haltung. „Equilibrium“ strahlt
hell in die lokale Rap Landschaft die anscheinend von Gangstern,
Bitches und Hustlern dominiert wird. Ein großer Wurf mit ruhiger Hand.
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