|
The LSD Proton
Ging hervor aus L.S.D., was Legally Spread Dope heißen
sollte. Diese Gruppe wurde 1988 in Köln und Bonn gegründet
von Ko Lute (Rapper und Producer), Rick Skee (dito)
und Defcon (DJ und Producer). L.S.D. hatten insofern einen
Ausnahmestatus, weil sie zu den ersten
gehörten, die hier zu Lande sowohl auf deutsch als auch auf
englisch rappten. Bekannt wurden sie 1991 durch ihren Beitrag
für den Sampler Krauts With Attitude; bald
darauf gelang ihnen ein sensationeller Coup: Sie animierten den
legendären James-Brown-Mitstreiter Maceo Parker zu einem
Gastauftritt auf ihrem Debütalbum Watch Out For The
Third Rail. Von 1993 an arbeiteten Ko Lute und Defcon
als LSD Proton weiter. Unter diesem Namen veröffentlichten
sie auf Buback eine EP mit minutiös, noch besser gesagt: sekundiös
durcharrangiertem HipHop - mit Samples von Platten, die Normalsterbliche
nicht kennen. Ausschließlich englische Texte übrigens.
Bemerkenswert außerdem eine auf dem Cover abgebildete Treppe,
auf deren Stufen unter anderem zu lesen war: No drugs
und No pot smoking. Für eine HipHop-Band
eher ungewöhnliche Positionen. Andererseits ging ein Shoutout
auch an William S. Burroughs, und der war ja nun Drogen diverser
Art keineswegs abgeneigt. Von Ko Lute erschienen danach drei Instrumental-Alben
(Hammerhawks 1-3) bei den Kollegen von MZEE (siehe
mzee.com).
|