JaKönigJa wurden am 6. September 1994 von Jakobus Siebels (Ex-Das Neue Brot) und Ebba Durstewitz gegründet. Eine Woche später folgte der erste Auswärts-Auftritt in Augsburg, für den man eigentlich noch Das Neue Brot gebucht hatte, welches wiederum unglücklicherweise mit Das Fette Brot verwechselt worden war. Jedoch - die Besetzung Cello/Gitarre/Gesang vermochte sich vor lokalem HipHop-Publikum sogleich durchzusetzen und der Abend blieb unvergessen. Kurze Zeit später entdeckte Produzent und Journalist Detlef Diederichsen das „exzentrische Duo“, wie es gerne hieß, für sich und sein Label MOLL, auf dem im darauffolgenden Frühjahr 1995 das erste, selbstbetitelte Album erschien. Von da an machten JaKönigJa als Hausband des Hamburger Golden Pudel Club die Runde, irritierten und verzauberten als „Exotikum für die Umgebung“ und veranlassten verzweifelte Musikjournalisten zu lustigen bis hanebüchenen Kategorisierungsversuchen ihrer Musik. Die beiden Protagonisten Durstewitz und Siebels ihrerseits wurden häufig wie folgt beschrieben: „Durstewitz pendelt zwischen Abwesenheit und der lockeren Bereitschaft hin und her, im Sinne eines ernsten, moralischen Auftrags, anderen das Maul zu stopfen. Sie entdeckte, dass man Genervtheit in eine Waffe von höheren Gnaden verwandeln kann. Jakobus Siebels sieht aus wie ein netter Mensch, der sich gern über den Talmud unterhält und als humanistischer Hipster angenehm wirkt. Siebels bringt für Idiosynkrasien das gleiche Verständnis auf wie Professor Grzimek für die Steinlaus“ (Szene Hamburg, 1995) Beide - Siebels wie Durstewitz - haben diese Rollen schließlich akzeptiert und zelebrieren sie gerne.
Im Jahr 1997 produzierte Detlef Diederichsen das zweite, nach gutem Vorbild brasilianischer Songwriter der Sechziger abermals selbstbetitelte Album der Band, das, nachdem er sich von MOLL getrennt hatte, auf dem eigens gegründeten Label Musikproduktion Detlef Diederichsen veröffentlicht wurde und mit dem JaKönigJa zur Lieblingsband der englischen Musikerlegende Robert Wyatt avancierten. Es folgten eine ausgedehnte Tour und Konzerte mit den High Llamas. 1999 erschien das üppiger instrumentierte Album „Tiefsee“, welches live von einer inzwischen fünfköpfigen Band umgesetzt wurde.
Die darauffolgenden Jahre waren geprägt von Nebenprojekten mit März, den Watzloves und Deutschmark Bob sowie einer Karriere als bildender Künstler (Jakobus Siebels), längeren Auslandsaufenthalten und verhuschtem Wissenschaftlertum (Ebba Durstewitz), einigen wenigen Konzerten und der musikalischen Teilnahme an Jens Huckeriedes Filmprojekt „The Return of the Tüdelband“, bis man sich im Frühjahr 2004 entschloss, dem sinnlosen Verfließen von Zeit Einhalt zu gebieten und das vierte, diesmal selbst produzierte Album „Ebba“ aufzunehmen. Dem Himmel sei Dank!
Es wurde ein außerordentlich gutes, hoch gelobt und gepriesen an allen Orten. Veröffentlicht Anfang 2005 auf dem Label Buback Tonträger, war „Ebba“ der Beginn einer wunderbaren Freundschaft und Zusammenarbeit.
Nichtsdestotrotz musste mehr Zeit als geplant verstreichen, um im Januar 2008 endlich das fünfte Album fertigstellen zu können. Mit in einem Raum von gerade mal 8 m2 begonnenen Aufnahmen und irgendwann der Verzweiflung nahe, taten Durstewitz und Siebels 2007 den Befreiungsschlag, packten ihre Siebensachen, abertausende Spuren und Songentwürfe und gingen in das „Art Blakey Studio“ der Goldenen Zitronen, um sich von Mense Reents mal richtig ordnen zu lassen. Gemeinsam mit ihm produzierten und mischten sie einige Wochen an dem vorhandenen Material herum und haben sich am Ende selbst übertroffen.
„Die Seilschaft der Verflixten“ wird im April 2008 auf Buback Tonträger erscheinen und ist eine strahlende und energische große Schwester von „Ebba“ geworden. Um aus dem Presseinfo zu zitieren: „ Man kann sie Dinge singen hören, die andere nicht einmal zu denken wagten. Man kann Melodien hören, die anderen nicht einmal im Traum einfielen.“ |