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HUAH!
Jaja, der Sigmund-Freud-Song
und der Krieg-Song tauchen in jeder Magisterarbeit
über die Hamburger Schule auf. Aber wo bitteschön
beginnt denn die Diskographie der Gruppe Huah! (die natürlich
noch mehr Klassiker in die Welt gesetzt hat als die beiden genannten)?
Bei Buback, wo denn sonst? Es war 1988, als die Single Warum
ich und mein Mädchen so gern katholisch wären
erschien - die zweite Buback-Platte
überhaupt.
Die Geschichte
der Gruppe beginnt schon ein bisschen früher: Gegründet
wurde sie 1985 irgendwo in Dithmarschen, und 1987 waren sie mit
einem Stück auf Vorwärts vertreten,
einer LAge dOr-Compilation, die lediglich auf Cassette
erschien. Anlässlich des Debütalbums Was machen
Huah! jetzt? beschrieb Christoph Leich, damals
Kolossale Jugend, heute Die Sterne, das Koordinatensystem dieser
Ausnahmeband folgendermaßen: Punk gab ihnen das
Recht, zur Gitarre zu greifen, Rap die Berechtigung, den Leuten
zu erzählen, dass sie mal wieder an etwas glauben müssen,
Soul den Chor und Beat die Riffs. Kurze Zeit nach
ihrem Meisterwerk Scheiß Kapitalismus!
(1992) lösten sich Huah! wegen der üblichen musikalischen
und persönlichen Differenzen auf.
Der Spirit ihrer Musik
lebt weiter in den Songs von Bandgründer Knarf Rellöm,
der die Fachwelt seitdem auf unterschiedliche Weise erstaunt, begeistert
und verwirrt. Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist
zu hören, dass der ehemalige Label-Mitbetreiber Ted Gaier
noch ein Karton mit Huah!-Singles unter dem Bett stehen
hat. Sammler dürfen also hoffen.
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