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EUGEN
Schaffhausener Schule, Alter! Okay, es gibt natürlich keine
Schaffhausener Schule. Wir wollen damit nur sagen: In der Musik
von EUGEN ist erstens klar auszumachen, dass sie an diesem kleinstädtischen
Schweizer Weltflecken entstanden ist, und, zweitens, es vielleicht
gar nicht schlecht getan hätte, im
Rahmen irgendeiner Schule wahrgenommen zu werden,
weil sich dann auch der hiesige Medienbetrieb damit beschäftigt
hätte - was er aber nur auf kaum wahrnehmbare Weise getan hat.
EUGEN, drei Männer, eine Frau, haben 1996 eine Platte
auf Buback gemacht: COOL (und aber auch SEXY).
Über ein paar Einflüsse und Verwandtschaften:
FEHLFARBEN, DIE REGIERUNG, AERONAUTEN, ROR WOLF.
TED GAIER (DIE
GOLDENEN ZITRONEN, LES
ROBESPIERRES ) schrieb seinerzeit über das Titelstück:
Was ich auffällig finde, ist ein seltsames Scheitern
der besonderen Art. Viel mehr als die Wut über die Unwürdigkeit
des Daseins in der Postmoderne oder im späten Spätkapitalismus
etc. drängt sich mir die Resignation über den Fakt ins
Bewusstsein, dass kein Kollektiv für ein Gegenmodell zu finden
ist.
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Das entscheidende Wort ist verzweifelt. Wer coole
Sexyness propagiert und gleichzeitig zugibt, darüber zu verzweifeln,
hat schon verloren.
Der Hit der Platte ist Neu hier:
Wovon ich rede, was ich meine/ ich sags mal so, es
gibt zuviele Vereine - zuviele Vereine/Zum Beispiel Independentrocker,
Journalisten, Kunstgeniesser/Und auch Antifaschisten, Intellektkuellenzirkel/Ich
bin Doktorand und Tagedieb/Doch ich will jetzt wissen, was es sonst
noch gibt. Die letzten zwei Zeilen wiederholen wir gern
noch einmal, damit sie jeder Surfer für den Rest seiner Tage
intus hat: Ich bin Doktorand und Tagedieb/Doch ich will
jetzt wissen, was es sonst noch gibt. Um mal eine
Art Fazit zu ziehen: COOL (und aber auch SEXY)
ist ein verschütteter Klassiker der deutschsprachigen Popmusik,
der so viele Exegesen verdient gehabt hätte wie, sagen wir
mal, BLUMFELD
und DIE STERNE.

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