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BLUMEN AM ARSCH DER HÖLLE
Das einzige Album von Blumen Am Arsch der Hölle, 1992 auf
Buback veröffentlicht, ist zweifellos ein Klassiker in der
Geschichte des deutschen Punkrocks. In diesem Zusammenhang möchten
wir auch auf einen Beitrag über die Vorgängerband Angeschissen
verweisen, der ebenfalls dieses Nachschlagwerk schmückt. Die
Stücke der Blumen, von Jens Rachut im weitesten Sinne
seelenvoll gesungen, hatten vielsagende Titel wie Z.B.
L'Age Poly D'Or", "Herbst und Heroin",
oder "1976" (später von den Boxhamsters
gecovert). Darüber hinaus gab es unter anderem eine Version
des Blondie-Stücks "Picture This" zu
hören. Nachdem sich BAADH 1994 auflösten, schrieben drei
Bandmitglieder unter dem Namen Dackelblut die Geschichte
weiter. Im Jahr 2000 kam das Blumen-Album bei
Schiffen neu heraus, ergänzt um eine Widmung für den 1996
verstorbenen Schlagzeuger Mark Wills. Wie die erste
Auflage, erschien auch die zweite ausschließlich auf Vinyl!
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Die Band nahm die Wiederveröffentlichung zum Anlass für
eine Handvoll Reunion-Konzerte, was wiederum den Blumen-Bewunderer
Schorsch Kamerun im Dezember 2000 dazu animierte, in
der taz noch einmal die Bedeutung dieser Ausnahmeband auf den Punkt
zu bringen:
Die Herzen der Blumen sind die am
weitesten offenen, die es gibt. Für so viel anderes.
Für so viel Inniges. Für so viel Liebe. Für die Kinder,
für die Fische oder die Seelen der Außenbord-motoren.
Kollossale Erwachsene mit kollossaler Leidenschaft - in die guten
und die bösen Richtungen ... Wenn es in dieser Region so etwas
gäbe, was anderswo Working Class Music heißt ..., also
ein kultureller Traktor, auf den du deine Ängste
und Nöte, aber auch ruhig deine Lust raufwerfen kannst,
dann wäre Jens Rachut die alleinige Stimme des Fahrers, der
so ein Ding lenken könnte, heute. Rio Reiser war es zu seiner
Zeit. MP3s gibts bei pusel.de.
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